In diesem Fotoblog-Beitrag möchten wir euch 5 schnelle Tipps für noch schönere und professionellere Landschaftsaufnahmen geben. Mit relativ geringem Aufwand holt ihr das Beste aus eurer Kamera und euren Fotos raus. Los geht´s!

1. Fotolocation

Um ein atemberaubendes Landschaftsfoto zu machen, ist es wichtig sich vorher zu überlegen, wo man die besten Fotospots findet! Hierzu ist etwas Grundlagenarbeit angesagt. Ein Hilfsmittel ist google maps. Gebe den Ort ein an dem du nach einem coolen Fotospot suchst und klicke unten rechts auf das Symbol neben dem kleinen gelben google Streetview Männchen. Wenn du mit dem Mauszeiger über die Fotos fährst, wird der Spot in der Karte angezeigt und du weißt wo du die Landschaftsfotografietipps aus diesem Fotoblog anwenden kannst. Eine andere Möglichkeit einen Fotospot zu finden: Raus aus der Bude und rein in die Natur!

2. Bildkomposition

Die Komposition eines Fotos gehört zur Schlüsseldisziplin der Landschaftsfotografie. Wenn du noch am Anfang der Fotografie stehst, hilft dir die sogenannte „Drittel-Regel“ (auch „Goldener Schnitt“ genannt) weiter. Dieses Thema werden wir in einer der nächsten Beiträge ausführlich beleuchten. Damit du aber bereits heute mit der Landschaftsfotografie loslegen kannst, erklären wir dir jetzt die Grundlage des „Goldenen Schnitts“. Um eine Landschaftsaufnahme interessanter zu gestalten, solltest du darauf achten, dass der Himmel in deiner Aufnahme eindrittel und die Landschaft zweidrittel des Bildes ausmachen. Je nach Dramatik des Himmels bzw. Schönheit der Landschaft, kannst du die Verhältnisse auch umkehren. Mit diesem einfachen Trick erhältst du professionelle Landschaftsaufnahmen. Halte dich aber prinzipiell nicht an starre Regeln. Fotografie bedeutet Kreativität. Wirf ab und an das „Schulbuchwissen“ weg und mach einfach mal das Gegenteil davon. Vielleicht entdeckst du einen eigenen coolen Style.

3. Die „Magische Stunde“

Die „Magische Stunde“ (auch „Goldene Stunde“ genannt) ist die beste Zeit am Tag um unglaubliche Landschaftsaufnahmen zu machen. Hier entfaltet das Licht seine „magische“ Wirkung! Professionelle Fotografen und auch Filmteams wählen speziell diesen Zeitraum aus um Fotos bzw. Filme zu produzieren. Wann ist denn nun diese „Magische Stunde“? Schönes Wetter vorausgesetzt – hast du zweimal am Tag die Möglichkeit dieses wundervolle Licht für deine Landschaftsaufnahmen zu nutzen. Es ist die Zeit direkt nach dem Sonnenaufgang und direkt vor dem Sonnenuntergang. Es taucht die Landschaft in ein warmes und weiches Licht und lässt die Farben eurer Fotos leuchten. Die Schatten gehen fließend in das goldene Licht über und sorgen für einen geringeren Kontrast.

4. Tiefenschärfe

Viele Landschaftsfotografen lieben es, wenn die Aufnahme der Landschaft durchgehend scharf ist, sodass sowohl der schroffe Fels oder der fotografierte Baum im Vordergrund des Bildes genauso scharf ist wie die Landschaft im Hintergrund. Um diese durchgehende Schärfe auch in deinen Landschaftsaufnahmen umzusetzen, ist es wichtig, dass du mit möglichst kleiner Blende, wie zum Beispiel f22, fotografierst. Da aufgrund der kleinen Blendenöffnung wenig Licht auf den Sensor deiner Kamera gelangt, ist es notwendig die Verschlusszeit, je nach Lichtverhältnissen, zu erhöhen. Am besten du verwendest ein Stativ, da bei langer Belichtungszeit jede Bewegung der Kamera zu einem unscharfen Bild führt. Und genau das wollen wir in diesem Fall möglichst vermeiden.Um die Blende und die Verschlusszeit manuell einstellen zu können, musst du in den M-Modus deiner Kamera wechseln.

5. RAW

Um die Qualität deiner Landschaftsaufnahmen zu verbessern, ist es gut, wenn du deine Fotos im RAW-Format aufnimmst. Dann hast du im Nachgang die Möglichkeit, mit Hilfe von Programmen wie Adobe Lightroom oder dem Adobe Camera Raw Converter, deine Fotos zu „entwickeln“. Fotografierst du deine Landschaftsaufnahmen im JPEG-Format, übernimmt die Software deiner Kamera das Entwickeln deiner Fotos. Wir sind der Meinung, dass man selbst darüber entscheiden sollte, wie seine Fotos entwickelt werden. Der große Vorteil von RAW ist, dass viel mehr Informationen deiner Aufnahme gespeichert werden als dies bei JPEG der Fall ist. So kannst du im Nachgang deine Aufnahme nach deinen Wünschen entwickeln und deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Wir hoffen euch hat dieser Beitrag über die Landschaftsfotografie gefallen. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt von vielfältigen Möglichkeiten im Bereich der Landschaftsfotografie. Weitere Tipps und Tricks zu diesem Thema werden folgen!

Euer mysnaptrip Team